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Die Brustvergrößerung mit silikongelgefüllten Implantaten gehört zu den häufigsten Operationen im Bereich der ästhetischen Chirurgie. Frauen, die sich einer Brustvergrößerung unterziehen wollen, sollten sich genau über den Eingriff und die damit verbundenen möglichen Risiken & Komplikationen informieren.
Brustvergrößerung mit Positionierung anatomischer Implantate über dem Muskel, 250g bds., Zugang über die Unterbrustfalte.
Patientinnen konfrontieren mich häufig mit einer ganzen Reihe von Fehlinformationen. Viele Punkte betreffend kann ich Entwarnung geben:
Silikongelgefüllte Implantate verursachen keinen Brustkrebs.
Es gibt keine allergischen Reaktionen auf Silikon.
Qualitätsprodukte platzen im Flugzeug nicht.
Qualitätsprodukte haben keine begrenzte Haltbarkeit und müssen daher auch nach mehreren Jahren nicht ausgetauscht werden.
Silikongelgefüllte Implantate behindern die mammografische Routineuntersuchung nicht.
Die Stillfähigkeit bleibt nach einer Brustvergrößerung bis auf wenige Ausnahmen erhalten.
Weiters sollten Sie vor einem Beratungsgespräch folgende Details kennen, um die Operationsplanung aktiv mitgestalten zu können:
Es gibt runde und tropfenförmige Implantate. Runde Implantate betonen das Dekolleté, tropfenförmige Implantate werden auch als „anatomische“ Implantate bezeichnet und wirken natürlicher.
Damit eine Brustvergrößerung nicht als solche erkannt wird, muss das Implantat allseits von einem Weichteilmantel umgeben sein. Ist die vorhandene Brust nicht sehr klein (ab Cup B), kann das Implantat über den Brustmuskel gelegt werden. Ist die vorhandene Brust eher klein (kleiner als Cup B) wird man das Implantat unter den Brustmuskel legen, um eine bessere Ummantelung sicherzustellen. Beide Positionierungen haben Vor- und Nachteile, die Sie mit Ihrem Plastischen Chirurgen besprechen sollten.
Brustvergrößerung mit Positionierung der Implantate unter dem Muskel.
Weitere Vorher-Nachher Fotos zur Brustvergrößerung finden Sie unter Fotos & Videos
Es gibt drei operative Zugangswege für eine Brustvergrößerung: Achsel, Unterbrustfalte und Warzenhof. Jeder Zugangsweg hat Vor- und Nachteile, die Ihnen Ihr Operateur genau erklären sollte. So können Sie leichter entscheiden, welcher Zugang Ihnen persönlich am meisten zusagt. Der Chirurg sollte alle drei Zugangswege beherrschen und Ihnen freie Wahl lassen.
Jede Brustvergrößerung wirkt auf das Aussehen der Brust wie eine Lupe. Deswegen sind geringe Asymmetrien, Formanomalien und leichte Positionsunterschiede der Brustwarzen nach einem Eingriff viel auffälliger als vorher. So stechen ungleich große oder ungleich positionierte Warzenhöfe nach einer Brustvergrößerung viel deutlicher ins Auge und sollten daher in das Operationskonzept miteinbezogen werden. Ebenfalls sollten Größenunterschiede durch unterschiedlich große Implantate ausgeglichen werden.
Schlaffe Brüste, die eine gewisse Größe aufweisen, können durch eine Brustvergrößerung nur unzulänglich gestrafft werden. Es gilt: „Was vorher hängt, hängt nachher auch“. Fast immer muss bei schlaffen Brüsten eine gleichzeitige Bruststraffung erwogen werden.
Schwangerschaften beeinflussen in der Regel das Operationsergebnis negativ, es muss mit einer Abschlaffung der Brüste gerechnet werden. Auch massive Gewichtsschwankungen wirken sich auf das Operationsergebnis aus.